<br /> - Mit dem Ogermobil auf Tour

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Papierkram


Die Regeln für Reisende sind von Land zu Land völlig unter- schiedlich. Meistens sind diese durchaus nachvollziehbar, es gibt jedoch auch vollkommen unverständliche und somit auch überraschende Regularien. Deshalb steht am Anfang jeder Fernreise der allseits unbeliebte Papierkram. Neben den den benötigten persönlichen Unterlagen,und den Papieren für das Ogermobil sind die erforderlichen Visas zu beschaffen.




Persönliche Unterlagen

Neben dem Reisepass, der natürlich noch mindesten 6 Monate über das geplante Reiseende gültig sein und ausreichend freie Seiten haben sollte, ist ein zweiter Reisepass unverzichtbar. Zum Autofahren wird der nationale Führerschein und der internationale Führerschein benötigt. Ebenfalls hilfreich ist eine Bestätigung der Auslandsreisekrankenversicherung in mehreren Sprachen. Zudem sollte man auf jeden Fall einen Bogen mit Passbildern mitnehmen. Zur Beschaffung von Bargeld ist die Mitnahme von Kreditkarten, mit denen man kostenfrei an Geldautomaten abheben kann, sinnvoll. Auf keinen Fall darf man vergessen, von allen Dokumenten Kopien mitzunehmen. Sie helfen im Falle des Verlustes und auch bei den - gar nicht so selten auf Abzocken angelegten - Kontrollen unterwegs.



Papiere für das Ogermobil

Für den europäischen Teil der Reise werden lediglich die nationale Zulassung, die grüne Versicherungskarte und - falls vorhanden - die ADAC Mitgliedsnummer benötigt. Für den außereuropäischen Teil sind die internationale Zulassung und ein Carnet de Passage unverzichtbar.

Das Carnet de Passages, welches bei Automobilclubs erhältlich ist, ist sicher das größte Ärgernis. Nicht nur, daß man an den Grenzen jedesmal aufpassen muß, dass das Carnet ordnungsgemäß gestempelt wird. Nein, obendrein ist das Carnet auch noch ziemlich teuer. Die Gebühren für die Ausstellung liegen zur Zeit bei rund 200 € / Jahr. Dies bedeutet, dass das Carnet jedes Jahr verlängert (=neu ausgestellt) werden und vom ADAC zum aktuellen Aufenthaltsort gschickt werden muß. Wir haben uns das neue Carnet nach Thailand schicken lassen. Der versand mit DHL-Express hat 3 Tage gedauert und 70 € gekostet  Zusätzlich wird die (zinslose) Hinterlegung von rund 2/3 des Fahrzeugwertes als Kaution verlangt, wenn die Reise in den Iran oder Indien führt.

Als sehr vorteilhaft hat sich der Abschluß einerweltweit geltenden Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung in Deutschland erwiesen. Das Ogermobil ist ohne Beitragszuschlag auch in Asien und Afrika versichert worden.
In einigen Ländern wird man ansonsten genötigt überteuerte Versicherungen mit unklaren Konditionen abzuschliessen. In anderen Ländern gibt es keine oder nur schwierig zu findende Möglichkeiten lokale Versicherungen abzuschließen, was schließlich dazu führt, dass das Fahrzeug unversichert bewegt wird.

Im Falle von technischen Problemen ist es äußerst hilfreich ein Datenblatt mit den wichtigsten Daten des Fahrzeuges dabei zu haben. Dies erleichtert die Ersatzteilbeschaffung doch erheblich.

Update 10.12.2015
Für Südamerika ist kein Carnet de Passage erforderlich. Wir haben unser Carnet an den ADAC zurückgegeben. Leider gilt unsere KFZ - Versicherung nicht in Südamerika. Wir haben deshalb über Klaus Schubert (www.abgefahren.info) eine Haftpflichtversicherung für die MERCOSUR - Staaten (Brasilien, Paraquay, Uruquay, Chile, Bolivien und Argentinien) abgeschlossen. Der gesamte Prozess wurde per Internet abgewickelt. Die Kosten für zunächst 4 Monate betragen ca. 280 €.






Visas

Eine richtige Beschäftigungstherapie kann die Besorgung der benötigten Visa sein. Nahezu jedes Land hat unterschiedliche Vorschriften bezüglich der benötigten Dokumente, der Beantragungsfrist, der Gültigkeitsdauer oder anderer Nickligkeiten. Auf der 1.Etappe war es wichtig die richtige Reihenfolge für die Beantragung der Visa zu finden. Die 2.Etappe war wesentlich einfacher, da wir für die meisten Länder die Visa an der Grenze bekommen haben. Für die meisten Länder auf der 3. Etappe sind keine Visa erforderlich, oder sie werden ziemlich unkompliziert an der Grenze ausgestellt.  Schwierig wird es erst am Ende der Etappe. Die Visa für Äthiopien und Sudan erfordern etwas Vorplanung.

Die Details zur Beschaffung der Visa auf den abgeschlossenen Etappen findet Ihr auf den Länderseiten und der Visaseite im Archiv

Die Einreisebestimmungen der Länder die wir auf der 4. Etappe besuchen werden sind, zur Abwechslung, sehr einfach. In keinem der Länder benötigen wir ein Visum.


Uruquay
An der Grenze erhält man die max. 90 Tage gültige Touristenkarte (Tarjeta de Turismo)


Argentinien
An der Grenze erhält man die max. 90 Tage gültige Touristenkarte (Tarjeta de Turismo)


Chile
An der Grenze erhält man die max. 90 Tage gültige Touristenkarte (Tarjeta de Turismo)


Brasilien
An der Grenze erhält man die max. 90 Tage gültige Touristenkarte (Cartao de entrada/saida))


Bolivien

An der Grenze wird die Aufenthaltsdauer (max. 90 Tage) in den Pass und die Touristenkarte (Tarjeta Andina de Migracion) gestempelt



Peru

An der Grenze wird die Aufenthaltsdauer (max. 183 Tage) in den Pass und die Touristenkarte (Tarjeta Andina de Migracion) gestempelt



Ecuador

An der Grenze erhält man das kostenlose 90 Tage gültige T3 - Visum. Da wir beabsichtigen, das Ogermobil für ein paar Monate im Land abzustellen werden wir uns nach Ankunft ein (teures) T12 - Visum besorgen müssen.

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