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Aufenthalt

18.07.2015 - 03.08.2015

Fahrstrecke

bisher 2.247 Km

Fahrtkosten

Diesel:  0,21 €/l

Ägypten

Vor der Reise
Für Ägypten ist ein Visum erforderlich. Man soll das Visum „on arrival“ an allen Grenzübergängen bekommen. Wir sind uns aber nicht sicher ob das auch für den Übergang in Wadi Halfa gilt. Deshalb besorgen wir uns das Visum bei der Ägyptischen Botschaft in Khartum.
Das Visum kostet dort 160 SDG (etwa 16 €). Es wird morgens beantragt und kann am Nachmittag abgeholt werden. Zur Beantragung werden neben dem Pass und dem Geld noch ein Foto und der ausgefüllte Visaantrag benötigt. Zudem wurden von uns noch Kopien vom Pass mit dem Sudanvisa und vom ausgefüllten Antragsformular verlangt.
Die Beantragung ist etwas chaotisch. Ab 10:30 (vorher werden nur Sudanesen bedient) kann man den Visaantrag mit dem Pass am rechten Fenster (Schalter) abgeben und die Visagebühr bezahlen. Wir bekommen keine Quittung oder Abholschein. Ab 15:00 Uhr kann dann der Pass mit dem Visa am linken Fenster (Schalter) wieder abgeholt werden.


Einreise

Grenzübergang Wadi Halfa

Dieser Grenzübertritt ist eine der positivsten Überraschungen auf unserer bisherigen Reise. Die Grenzbeamten sind überaus freundlich und hilfsbereit. Ein „Fixer“ ist absolut unnötig.

Bevor wir auf das Gelände fahren dürfen, müssen wir „Eintritt“ bezahlen. Die Höhe des Eintritts hängt von der Personenzahl und der Fahrzeuggröße ab. Wir haben 210 EGP bezahlt. Geldwechsel ist bei der Bank im Grenzübergang möglich. Die Bank wechselt jedoch nur USD und Euro Bargeld.

Nach dem B
ezahlen des „Eintritts“ hebt sich die Schranke und wir fahren wenige Meter bis vor das linke Gebäude. Dort erfolgt die Zollkontrolle. Zwei Mann stürmen in unser Auto und sehen in verschiedene Schränke.

Dann werden wir zur Immigration geschickt. Sie befindet sich drei Zimmer von unserem Auto entfernt. Der Beamte füllt die Einreisekarten aus und stempelt den Pass. Er schickt uns zum Zoll. Wieder drei Zimmer weiter. Der Beamte dort kocht uns erst einmal Tee und schickt uns zur Kopierstube. Weitere 7 Zimmer entfernt. Dort werden ein paar Formulare und unser Pass, sowie das Carnet und der Fahrzeugschein kopiert.

In der Kopierstube kann man auch die KFZ-Haftpflichtversicherung kaufen (falls man keine hat). Die KFZ-Versicherung und die Kopien  kosten zusammen 300 EGP. Wieder zurück zum Zoll. Inzwischen ist der Tee fertig. Der Beamte füllt die temporäre Einfuhrerlaubnis aus, schenkt uns Tee ein, stempelt das Carnet und kassiert 522 EGP für die Einfuhrgenehmigung.

Danach
müssen wir zur Rückseite des Gebäudes fahren. Im Zimmer 48 gibt es die ägyptischen Nummernschilder. Nach Vorlage der Einfuhrgenehmigung, der Versicherung und des gestempelten Carnets werden wieder Formulare ausgefüllt und 50 EGP für die Schilder kassiert. Wir erhalten ein DIN A5 Blatt (Fahrerlaubnis) und die Schilder. Die Fahrgestellnummer wird abgepaust. Wir montieren die Schilder und fahren zum Tor. Hier wird noch eine Ausfahrtsgebühr verlangt: 75 EGP. Jetzt öffnet sich das Tor und wir können los.

Trotz der vielen Stationen ging alles unheimlich schnell. Wir haben weniger als eine Stunde benötigt. Wir wurden immer zur nächsten Station begleitet. Für sämtliche Zahlungen haben wir Quittungen erhalten.


Dauer: 1 Stunde, Kosten: 1157 EGP (etwa 132 €)


Nach knapp 40 Kilometern Fahrt erreicht man die erste Fähranlegestelle. Es gibt zwei Anleger. An welchen Anleger die nächste Fähre anlegt wissen normalerweise die wartenden LKW Fahrer. Es ist kein Problem an der Schlange der LKW's vorbei, direkt zum Anleger zu fahren. Auf der Fähre ist Platz für 6-8 LKW, sowie für 2-3 kleinere Fahrzeuge in seitlichen Nischen. Die Fähre hat uns nochmal 350 EGP (etwa 40 €). gekostet.



Ausreise

Grenzübergang Hafen Nuweiba

Unser ursprünglicher Plan war, über den Grenzübergang Taba nach Israel zu reisen. Von den Israelis wurde uns die Einreise verweigert, da unser Auto zu groß (Höhe über 2,50 m) ist, oder kein „Private Car“ sondern ein „Truck“ !!!.

Also benutzen wir die Fähre von Nuweiba nach Aqaba.

Etwa 200 Meter neben dem Eingangstor zum Hafen liegt das „Ticket Office“ für die Fähre. Das „Ticket Office“ öffnet 3 Stunden vor Abfahrt. Abfahrt ist um 13:00 Uhr.  Zunächst haben wir die Passage gekauft. Kosten 80 USD pro Person und 225 USD für das Auto. Ziemlich happig für 2,5 Stunden Überfahrt auf einem alten griechischem Fährschiff.

Dann mit den Tickets zum Hafeneingangstor. Dort steigt ein Polizist der Touristenpolizei zu uns ins Auto und nimmt alles weitere
in die Hand.
Er dirigiert uns zur Einfahrt für Fahrzeuge. Dort zahlen wir „Eintritt“ für das Hafengelände (5 EGP). Dann weiter zum Zoll. Das A
bpausen der Fahrgestellnummer kostet 10 EGP. Zu Fuß zur Traffic Police und zur Kopierstube. Die Kopien kosten 15 EGP. Die Traffic Police kassiert 10 EGP. Wir geben die Schilder ab. Mit der Bestätigung der Traffic Police geht es zum Zoll. Das Carnet wird gestempelt. Dann wieder ins Auto und zur großen modernen, aber sehr dreckigen „Ausreise Halle“. Dort werden von der Immigration die Ausreisekarten ausgefüllt und die Pässe gestempelt. Danach direkt zum Schiff.. Für das Einfahren auf das Schiff werden noch einmal 15 EGP verlangt. Der Beamte der Touristenpolizei hat uns schnell durch den gesamten Prozeß geführt. Von Ankunft am Ticket Office bis zum Einfahren in das Schiff hat es 1,5 Stunden gedauert.
Kosten: 55 EGP und 385 USD für die Fähre


Unterwegs im Land


Ägypten ist ein von Polizei und Militär stark kontrolliertes Land. In regelmäßigen Abständen sind stationäre „Checkpoints“ eingerichtet. Manchmal werden wir angehalten, manchmal freundlich durchgewunken. Falls wir angehalten werden, wird gerne palavert, der Pass und/oder die „Fahrerlaubnis“ kontrolliert. Keine Abzocke oder Bettelei.

Die  Menschen sind freundlich und hilfsbereit. Dies gilt jedoch nicht für alle
Personen die Geschäfte mit Touristen machen. Diese Leute sind manchmal etwas aufdringlich.

Die Straße von Wadi Halfa nach Assuan ist ausgezeichnet, ebenso die Verbindung vom Niltal nach Safaga,
die Küstenstraße am Roten Meer und die geöffneten Straßen auf dem Sinai. Die Niltalstraße von Assuan nach Qena ist wesentlich schlechter und mit unzähligen, sehr ekligen „Speedbreakern“ gesegnet. Zudem ist auf dieser Straße der Verkehr ziemlich dicht, so dass man nur sehr langsam vorwärts kommt. Ansonsten ist die Verkehrsdichte außerhalb der großen Orte eher dünn und es fährt sich sehr entspannt.

Diesel kostet 1,80
EGP (etwa 0,22 €). Es gibt ausreichend Tankstellen und alle Tankstellen hatten Diesel. Die erste Tankstelle nach der Grenze ist in Abu Simbel. Ebenso der erste Geldautomat. Er steht am Eingang zu den Tempeln und funktioniert mit unserer Visakarte einwandfrei.

In Oberägypten haben wir keine großen Supermärkte gesehen. Es gibt aber viele kleinere G
eschäfte mit recht guter Auswahl. Das Preisniveau ist niedriger als in Deutschland. Handeln ist angesagt.

Wir haben uns eine SIM Card von Vodafone
im Vodafone-Shop in Assuan gekauft.  Die SIM Card kostet etwa zwei Euro. Ein Databundle mit 3,5 GB Datenvolumen für einen Monat hat 8 € gekostet. Die Netzqualität ist – entlang der großen Straßen – gut. Meistens hatten wir 3G Empfang.

Sobald man das Niltal verlässt, ist es nicht schwierig Plätze zum wild campen zu finden. Im Niltal ist es – aufgrund der Bevölkerungsdichte -besser in Camps zu gehen.

Ägypten ist für uns eine der positiven Überraschungen. Es sind wesentlich weniger Touristen im Land als wir erwartet haben. Wir hatten die Tempel in Abu Simbel, Edfu, Luxor und Karnak immer für uns alleine. Ebenso im Tal der Könige. Kaum andere Touristen in den Gräbern. Traumhaft. Die Eintrittspreise liegen zwischen 50 und 100 EGP/Person und sind  - nach unserer Meinung – angemessen.
Auch das Tauchen am Roten Meer ist einzigartig
. Wir waren im Coral Sun Beach Resort. „All inclusiv“ für 500 EGP/Zimmer und ein intaktes Hausriff vor der Tür.
Die Landschaft ist abwechslungsreich und die Ägypter sind – im Allgemeinen – freundlich und hilfsbereit.
Ein angenehmes Reiseland.


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