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Länder
Aufenthalt

26.02.2022 - 05.03.2022

Fahrstrecke

1.128 Km

Fahrtkosten

Diesel:  ~0,26 €/l

Irak

Vor der Reise
Das Visum für den Irak erhält man seit März 2021 an der Grenze (Visa-on-arrival).

Für das Ogermobil ist die nationale Zulassung erforderlich.

Bei der Reiseplanung ist zu beachten, dass es nicht möglich ist von Irakisch-Kurdistan in den "eigentlichen" Irak einzureisen. Es ist jedoch möglich aus dem "eigentlichen" Irak  nach Irakisch-Kurdistan auszureisen und von dort weiter in die Türkei zu fahren.


Einreise
Grenzübergang Salamanche

Die Einreiseprozedur ist extrem zeitraubend. Nach überschreiten der Grenzlinie zunächst zur Seite fahren. Dann kommt ein Grenzer (kümmert sich um die weitere Abwicklung) nimmt die Pässe und die Zulassung (Carnet des Passages wird nicht benötigt) und marschiert mit mir 300 Meter zu blau-gelbem Containerdorf. Dort residiert der Zoll. In mehreren Büros wird ein Formular ge- und unterschrieben, sowie mehrfach abgestempelt. Dann zurück zum Auto mit Zöllner, Kontrolle der Fahrgestellnummer, wieder zurück zum Containerdorf. Jetzt wird Fahrbewilligung ausgestellt (für 1 Monat) und bezahlt (100 USD). Jetzt wieder zum Auto mit anderem Zöllner der Innenraum penibel kontrolliert und Probleme mit GPS, Sat-Telefon und Feldstecher hat.

Irgendwie lösen sich die Probleme jedoch ohne unser Zutun. Bis hierher hat die ganze Sache 90 Minuten gedauert.


Dann mit Grenzer zu einem anderen Containerdorf 200 Meter entfernt. Dort wird das Visum ausgestellt. Nach Zahlung von 75 USD für Visum und 60 USD für Hotelbestätigung (angeblich nötig um Visum zu bekommen). Jetzt zur Passkontrolle. Dort wird Visum abgestempelt und ein Foto gemacht. Wieder ist eine weitere Stunde vergangen.


Jetzt zum Auto. Dort bekommen wir die Fahrgenehmigung (Bunt mit vielen Stempeln), sowie ein Dokument für das letzte Gate ausgehändigt. Das Dokument für das letzte Gate kostet nochmal 100 USD (angeblich für die Polizei).

Am letzten Gate wird das Dokument einbehalten, die Pässe und die Fahrgenehmigung geprüft, nochmal bei irgendeiner Dienststelle angerufen, dann können wir fahren. Eine Versicherung für das Ogermobil wird nicht gefordert oder angeboten.


Dauer: 3 Stunden

Kosten: 472 USD (100 USD Fahrgenehmigung vom Zoll, 100 USD Polizei für das letzte Gate, Pro             Person: 75 USD Visa, 60 USD Hotelbestätigung, 1 USD Gebühr)


Ausreise
Grenzübergang Safwan

Am Eingangstor werden e-Visa für Kuwait und Impfstatus kontrolliert. Dann wird mit Hund nach ... was wissen wir denn ... gesucht (nur Außen). 1. Inspektion des Innenraumes durch Polizisten.

Weiter zur eigentlichen Kontrollstelle. Dort stürzen sich mehrere "Grenzhelfer" auf uns. Wir lehnen deren Hilfe ab, werden jedoch permanent "verfolgt".

Zunächst Zollkontrolle. Die Fahrbewilligung von der Einreise wird kontrolliert und abgestempelt. Dann 2. Inspektion des Innenraums durch Zöllner. Wieder wird fahrbewilligung gestempelt.

Dann Passkontrolle mit Pass und abgestempelter Fahrbewilligung in Baracke. Dort Abstempeln des Passes und Foto. Weiter zu anderem Container (es gibt genug leute die einem den Weg zeigen). Dort Vorlage aller Unterlagen. Alles wird kopiert und wir erhalten Gatepass. Dann können wir fahren.


Dauer: 90 Minuten; Kosten: keine


Unterwegs im Land


Das Reisen im Irak ist nicht so kompliziert wie gedacht, jedoch immer noch anstrengender als in anderen Ländern, denn man ist fast nie allein (Zeit zum luftholen). Zudem wird an jeder Ecke von Polizei, Armee oder irgendwelchen Securities kontrolliert.


Generell sind die Leute zunächst sehr misstrauisch. Nachdem wir aber ins Gespräch gekommen ist und klar gemacht hat, dass wir lediglich Touristen sind, sind die Leute schnell aufgetaut und haben uns sehr herzlich behandelt. Die Gastfreundschaft ist umwerfend und ähnlich wie im Iran.


Eine SIM-Karte haben wir schnell und unkompliziert bei Asia-Cell gekauft. Die SIM-Karte hat zunächst eine gültigkeit von 14 Tagen, kann aber per SMS auf 40 Tage verlängert werden. Kosten der SIM-Karte (inkl 5 GB Daten) : 13.000 IQD (~8 €).


Einkaufen ist einfach. Obst und Gemüse wird reichlich und günstig am Straßenrand angeboten. In größeren Orten gibt es relativ große Supermärkte.


Wild Campen (im Sinne von unbeobachtet irgendwo stehen) ist unmöglich. Es dauert nicht lange bis irgendwer mitbekommt, dass wir da sind. Es ist aber relativ leicht möglich - mit Zustimmung der Anwohner oder der Polizei - frei zu übernachten. Die Leute fühlen sich für deine Sicherheit verantwortlich und geben dir jederzeit das Gefühl das du willkommen bist.


Negativ ist das Müllproblem. Im Irak ist es nahezu überall sehr müllig. Berge von Müll am Straßenrand und in Gewässern.


Alles weitere, zu Checkpoints und Sehenswürdigkeiten haben wir bereits ausführlich im Blog behandelt.


Unser Fazit: Der Irak ist eine interessante Erfahrung und lohnt sich als Reiseland wenn man archäologisch interessiert ist. Andernfalls unterscheidet sich der Irak nicht wesentlich von anderen Ländern die deutlich einfacher zu bereisen sind.

Übernachtungsplätze
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Etappe 9 : 2021 -> Arabische Halbinsel
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