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Aufenthalt

21.05.2015 - 27.05.2015

Fahrstrecke

640 Km

Fahrtkosten

Diesel:  1,10 €/l

Ruanda

Vor der Reise
Für deutsche Staatsbürger war bis Ende 2014 kein Visum erforderlich. Seit 2015 benötigen auch Deutsche ein Visum, welches bei der Einreise erteilt wird. Falls man noch Uganda und Kenia besuchen sollte, empfiehlt sich anstatt der Einzelvisa für die drei Länder, ein EAC Visum (East African Countries Tourist Visa) zu erwerben. Für das Auto ist das Carnet de Passage erforderlich.


Einreise


Grenzübergang Rusumu

Direkt über den Wasserfällen von Rusumu führt die neue Grenzbrücke. Direkt hinter der Brücke ein erster Stop. Wieder einmal eine Körpertemperaturmessung (Ebola).
Dann weiter zum großzügigen, neuen Abfertigungsgebäude. Anscheinend haben sich die Einreisebestimmungen für Deutsche Ende 2014 geändert. Anstatt der visafreien Einreise, wird jetzt ein Visa-on-arrival benötigt. (30 USD/Person). Alternativ kann auch das EAC-Visa, gültig für Ruanda,Uganda und Kenia, an der Grenze beantragt und ausgestellt werden. Kosten für dieses Visa 100 USD. Ab 2. Juni 2015 können Visa auch in Euro oder Pfund bezahlt werden.
Zunächst muss man im Abfertigungsgebäude, bei der Immigration das Visa beantragen, dann mit dem Zahlbeleg zur Filiale der Bank of Kigali auf dem Parkplatz gehen. Dort zahlen (Euro, USD oder Pfund) und mit der Quittung zurück zur Immigration. Dort wird das Visa ausgestellt und der Pass gestempelt. Dann zum Schalter an der Stirnseite der großen Halle (Zoll) und dort das Carnet stempeln lassen.
Dann weiter fahren zur Zollkontrollstelle. Bei uns erfolgte ein kurzer Blick ins Auto. Danach kann man fahren. Keine Fragen zur KFZ-Versicherung. Keine sonstigen Gebühren.
Dauer: 1 Stunde, Kosten: 100 USD/Person für EAC Visa.

Achtung:
Es gibt keinen Geldautomaten an der Grenze. Bargeld wird zu (sehr) schlechten Konditionen von Geldwechslern und der Bankfiliale getauscht. Unbedingt ausreichend USD oder Euro dabeihaben.



Ausreise

Grenzübergang Cyanika

Der Grenzübergang ist ein Grenzübergang innerhalb der EAC-Staaten (Kenia,Uganda,Ruanda). Aus diesem Grunde erfolgt keine Passkontrolle bei der Ausreise aus Ruanda, sondern nur eine Kontrolle bei der Einreise nach Uganda.
Am Schlagbaum parken und in das kleine Häuschen der Police rechts vom Schlagbaum gehen. Dort werden persönliche Daten inkl. Führerschein notiert. Dann auf der anderen Straßenseite zur größeren Baracke gehen und am Zollschalter das Carnet stempeln lassen. Danach zurück zum Auto, an den Schlagbaum vorfahren. Bei uns wollte noch ein Polizist einen Blick ins Auto werfen (Neugier). Das ist alles. Schnell und freundlich.
Dauer: 20 Minuten, Kosten: Keine


Unterwegs im Land


Die Landschaft ist atemberaubend. Alles ist grün. Es reiht sich ein Hügel an den nächsten. Bedingt durch die Topografie sind die Straßen meist sehr kurvig, eng und es geht bergauf oder bergab. Das Land ist nicht groß (etwas größer als Hessen) und sehr stark bevölkert. Die Bevölkerungsdichte ist mit über 400 Einwohner/Quadratkilometer doppelt so hoch wie in Deutschland. Es sind immer viele Leute – überwiegend zu Fuß oder mit dem Fahrrad – unterwegs. Daher ist es unmöglich schnell zu fahren. Innerorts beträgt die zulässige Geschwindigkeit meist 40 km/h, sonst 50 Km/h. Es ist viel Polizei auf den Straßen – auch mit Radarpistolen – zu sehen. Erfreulicherweise wurden wir nicht ein einziges Mal angehalten.

Die Hauptverbindungsstrassen sind überwiegend geteert und in leidlich gutem Zustand. Die Nebenstrecken sind unbefestigt und teilweise sehr schlecht. Der Zustand hängt stark von der Jahreszeit ab. Bis auf die Hauptstadt Kigali ist der Verkehr sehr gering.

Tankstellen gibt es in den wenigen größeren Orten. Benzin und Diesel sind jedoch sehr teuer. Diesel kostet etwa 1,10 €/l.

Am Straßenrand wird manchmal
Obst und Gemüse angeboten. Supermärkte gibt es vor allem in Kigali. Auf dem Land findet man nur kleine Geschäfte mit geringer Auswahl.

Ruanda ist fest in der Hand der Mobilfunkanbieter. Die Häuser ganzer Straßenzüge in den Orten sind in den Farben der wesentlichen Mobilfunkfirmen gestrichen. SIM Karten gibt es überall zu kaufen. Sie kosten etwa einen Euro. Den gleichen Preis bezahlt man für 1 GB Datenvolumen pro Tag. Die Netzabdeckung ist gut.

Sehr unterschiedlich ist das Verhalten der Bevölkerung. Auf der einen Seite ist Ruanda – nach unserer Meinung – ein sicheres Land. Auf der anderen Seite ist man nie alleine. Es gibt unheimlich viele Kinder und – fast – jeder kennt drei Worte Englisch „Give me Money“. Sobald man irgendwo stoppt, kommt garantiert jemand aus dem Unterholz und hält die Hand auf. Wir haben den Eindruck, dass die vielen Hilfsorganisationen die Bevölkerung systematisch zu abhängigen Bettlern erziehen.
Sehr positiv ist uns die Abwesenheit von Müll aufgefallen. Im ganzen Land liegt kein Dreck am Straßenrand und es ist extrem sauber.

Dementsprechend schwierig ist es einen ruhigen Übernachtungsplatz zu finden, an dem man nicht permanent angebettelt wird.


Ruanda ist für uns ein Land, welches sehr unterschiedliche E
indrücke hinterläßt. Auf der einen Seite erinnert es – mit seiner Überbevölkerung – an Indien und ist entsprechend anstrengend. Auf der anderen Seite steht die sehr, sehr schöne Landschaft, der traumhafte Kivu See mit seinen ruhigen und sauberen Badestränden und das angenehme Klima.

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