<br /> - Mit dem Ogermobil auf Tour

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Länder
Aufenthalt

20.06.2017 - 18.07.2017

Fahrstrecke

3.460 Km

Fahrtkosten

Diesel: 0,64 €/L

USA - Westen

Vor der Reise
Grundsätzlich ist die Einreise in die USA ohne Visum möglich. Die Aufenthaltsdauer ist dann jedoch auf 90 Tage beschränkt (bei Abstechern nach Mexiko oder Kanada werden die Tage weitergezählt). Da wir länger in den drei genannten Ländern bleiben, haben wir uns entschieden ein B1/B2 - Visum zu erwerben. Mit dem Visum können wir bei jeder Einreise bis zu 180 Tage in den USA bleiben. Der Prozeß der Visumerteilung ist jedoch etwas mühsam. Zunächst wird im Internet das Formular DS 160 ausgefüllt, dann die Visumsgebühr (160 US$) überwiesen. Abschließend muß man - nach Terminvereinbarung - persönlich beim nächstgelegenen Konsulat die Pässe abgeben. Dabei werden durch den Konsularbeamten einige Fragen zum Reisezweck gestellt. Der Visumsantrag wird direkt entschieden. Die Pässe mit dem Visum liegen ein paar Tage später im heimischen Briefkasten. Das Visum gilt dann 10 Jahre.
Etwas schwierig und vor allem teuer ist die KFZ-Versicherung für die USA. Zur Zeit ( Mai 2017) bietet nur eine Versicherung (über Seabridge oder Thum) eine KFZ-Versicherung für die USA an. Die Versicherung gibt es zudem nur in der Variante Haftpflicht mit Vollkasko. Außerdem werden nur Fahrzeuge, die jünger als 20 Jahre sind versichert. Die Kosten sind exhorbitant. Die Versicherung für das Ogermobil kostet 1800 US$ für 6 Monate !!!. Dafür funktioniert der Abschluß über Seabridge reibungslos. Innerhalb von einer Woche hatten wir die Police in den Händen.



Einreise

Grenzübergang Tecate (Mexiko)
Der Grenzübergang ist klein. Lediglich zwei Abfertigungsspuren. An der Einfahrt werden die Pässe kontrolliert und wir gefragt ob wir etwas anzumelden hätten.. Wir verneinen und werden durchgewunken. Wir trauen dem Frieden aber nicht, halten im Kontrollbereich und wollen wissen wie lange wir jetzt bleiben dürfen. Nach kurzer - interner Beratschlagung der Grenzer wird ein Formular I94 ausgefüllt. Wir bekommen 6 Monate Aufenthaltsdauer. Das Ausfüllen des Formulars kostet 6 US$ pro Person. Keine weiteren Kontrollen.
Dauer: 15 Minuten; Kosten: 6 US$ pro Person


Ausreise

Grenzübergang Blaine - IS 5 (Kanada)
Eine Ausreisekontrolle findet nicht statt. Weder Pass- noch Zoll. Lediglich die Einreise wird von den Kanadiern kontrolliert

Dauer: -  ; Kosten: keine


Unterwegs im Land


In den USA ist vieles so, wie wir es von Deutschland gewöhnt sind. Die Unterschiede im Reisen sind gering.

Zunächst zum Verkehr. Die Straßen sind ausgezeichnet. Praktisch kein Speed Humps, Topes oder wie man die fürchterlichen Bodenschwellen noch nennen möchte. Dafür ist der Verkehr auch viel stärker als in den Ländern Lateinamerikas. Man fühlt sich wie zu Hause während des Berufsverkehrs. Die Überlandstraßen haben (zunächst) etwas verwirrende Bezeichnungen. Ein Highway entspricht den Bundes-oder Landstraßen in Deutschland. Wogegen ein Freeway oder eine Interstate den deutschen Autobahnen gleichzusetzen ist. Trotz der manchmal bis zu 6 Spuren pro Richtung sind diese Autobahnen im Bereich der großen Städte vollkommen verstopft. Hilfreich sind dann die HOV (High Occupancy Vehicle) Spuren. Die am linken Rand angeordneten Spuren sind nur für Fahrzeuge mit 2 oder mehr Insassen und im Allgemeinen wesentlich schneller zu befahren als die übrigen Spuren.

Die Amerikaner fahren (meistens) ausgesprochen defensiv und die Verkehrsregeln werden penibel befolgt. Wenn man aus dem Süden kommt ist das sehr irritierend.

Einkaufen ist wahrscheinlich die Beschäftigung der ein US-Bürger am liebsten nachgeht. Anders lässt sich die unübersehbar große Zahl an Läden und Einkaufzentren eigentlich nicht erklären. Der Nachschub an Lebensmitteln ist wirklich kein Problem. Ein Problem sind allerdings die ziemlich hohen Preise. Es gibt jedoch eine Reihe von Lebensmittelketten (Grocery Outlet, Trader's Joe, Walmart) die ziemlich preiswert sind. Sogar ALDI-Märkte gibt es neuerdings in Teilen der USA (Eine Karte mit den Märkten findet man auf der ALDI-Homepage www.aldi.us).

Ein echtes Problem sind die Werkstätten in den USA. Es ist schwierig eine Werkstatt zum Ölwechsel oder zur Reparatur von Reifen zu finden. Vor lauter Angst verklagt zu werden, werden nur Arbeiten ausgeführt, für die die Werkstatt zertifiziert ist.

Ein besonderes Kapitel ist die Suche nach einem Übernachtungsplatz. Es gibt eine Unmenge an Campgrounds oder RV-Parks. Diese sind jedoch oft voll und zudem ziemlich unattraktiv, da die Zelte und Fahrzeuge dort dicht an dicht stehen. Zudem sind diese Plätze extrem teuer. Preise zwischen 30-50 $ pro Nacht und Platz sind die Regel. Glücklicherweise kann man in National Forests, sowie auf BLM (Bureau of land Management) Land unentgeltlich übernachten. Das Gleiche gilt für Parkplätze an den Fernstraßen, solange es nicht durch Schilder verboten ist. Eine weitere, kostenlose Alternative sind die Parkplätze von Supermärkten. Auf vielen Walmart Parkplätzen herrscht am Abend eine regelrechte Campingplatzstimmung. Neben Reisenden schlafen aber auch Obdachlose in ihren Fahrzeugen.

Ein weiteres Thema sind die Eintrittspreise zu Sehenswürdigkeiten. Sehr lohnenswert ist der Annual Pass für die Nationalparks und National Monuments. Für 80 $ kann man ein Jahr unbegrenzt die Parks besuchen. Für viele Sehenswürdigkeiten gilt, dass sie entweder für umsonst oder zu extrem hohen Preisen besichtigt werden können.

Ebenfalls teuer sind Prepaid SIM-Karten und die Datenpakete für diese Karten. Kosten von 40$ pro Monat für 1 GB sind die Regel. Wir haben unsere Karte aus Mexiko genutzt, denn die funktioniert in den USA und Kanada zu den gleichen Konditionen wie in Mexiko. 40 Tage unbegrenztes Telefonieren und 1,5 GB-Datenvolumen kosten dann nur mit 15 $.

Die Landschaft an der Westküste ist grandios und ein echtes Erlebnis. Die Amerikaner sind durchaus freundlich und auch hilfsbereit. Dadurch ist das Reisen wirklich angenehm. Bisher sind wir von den USA positiv überrascht.

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