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Aufenthalt

06.10.2013 - 04.11.2013
16.01.2014 - 20.02.2014

Fahrstrecke

Etappe 2013 : 3.100 Km
Etappe 2014 : 5.274 Km

Dieselkosten

Diesel:  0,65 - 0,70 €/l  

Indien

Vor der Reise
Die Gültigkeit des Visas beträgt 6 Monate oder 1 Jahr, d.h. die Ausreise muß innerhalb dieses Zeitraums erfolgen. Wir werden das Visum Mitte Februar beim Generalkonsulat in München beantragenbeantragen. Beantragung nur über eine vom Konsulat beauftragte Agentur. Der Antrag muß Online ausgefüllt, ausagedruckt und unterschrieben werden. Dann werden alle Unterlagen an die Agentur (Cox und Kings, München) geschickt. Die weitere Abwicklung übernimmt die Agentur. Benötigte Unterlagen: Online Antrag, Beschreibung Reiseplan (für 1 Jahresvisum mit mehreren Einreisen), 2 Passbilder, Einzahlungsbeleg der Gebühren, Kosten 93,78 €. Wir haben die Pässe nach 8 Tagen zurückbekommen. Visum ist wunschgemäß eingetragen, also alles bestens.

Einreise

Grenzübergang Sunauli
Nach dem Durchfahren des Torbogens einfach auf der chaotisch vollen Straße weiterfahren. Nach etwa 50 Metern wird man vom Zoll gestoppt. Im Gebäude auf der rechten Seite das Carnet abstempeln lassen. Es gibt dort viele Beamte und einer wird schon zuständig sein. Die Anderen haben viel Zeit und nutzen die Gelegenheit zu einem Schwätzchen. nach etwa 20 Minuten ist alles gestempelt und unterschrieben. Rein ins Auto und weiterfahren. Nach weiteren 30 Metern wird man wieder gestoppt. Links ist jetzt die Passkontrolle. Aussteigen und die Pässe mitnehmen. Im Büro müssen die "Arrival"-Karten ausgefüllt werden. Die Beamten kontrollieren die nepalesische Ausreisemarke und das indische Visum. Die ganze Prozedur endet mit dem indischen Einreisestempel und dauert nochmals etwa 20 Minuten. Danach ist die Fahrt nach Indien frei, falls die Straße nicht komplett zugestellt ist mit Fahrzeugen. Wir haben weitere 20 Minuten benötigt um die nächsten 250 Meter aus dem Grenzort herauszukommen. Dies ging nur deshalb so schnell, weil ein Polizist vor uns hergelaufen ist und die Fahrer der Rikschas, Mopeds und Autos - notfalls mit lauten Schimpftiraden - genötigt hat den Weg frei zu machen.
Wieder einmal hat niemand nach einer Versicherung gefragt und es gibt - nach unserem Wissensstand - auch keine Möglichkeit an der Grenze eine Versicherung abzuschliessen.
Gesamtdauer: 1 Stunde, Kosten: keine

Flughafen Calicut
Ein Gepäckwagen voll Kisten, Koffern und Taschen. Trotzdem stellt die Wiedereinreise überhaupt kein Problem dar. In weniger als 30 Minuten haben wir unser Gepäck wieder, die Pass- und Zollkontrolle hinter uns sowie ein Taxi gemietet. Unkomplizierter geht es nicht. Kosten: keine

Ausreise

Flughafen Calicut
Für unseren Weihnachtsurlaub sind wir von Calicut nach Hause geflogen. Die Abfertigung am Flughafen geht schnell und unkompliziert.

Grenzübergang Moreh
Als wir ankommen ist die Grenze wegen zweier vermißter indischer Geschäftsleute auf unbestimmte Zeit geschlossen. Am nächten Mittag wird die Grenze überraschend wieder geöffnet. Die Ausreise geht schnell. Zunächst zur Immigration (liegt im Ort Moreh an der Hauptstraße auf der rechten Seite). Die Grenzer wollen eine Kopie von Pass und Visum. Dann wird der Ausreisestempel gefühlvoll in den Pass gedrückt. Danach weiter auf der Haupttraße zum ersten Schlagbaum. Der Soldat wirft noch einmal einen Blick in den Pass. Etwa 200 Meter weiter, hinter dem Friedhof, ebenfalls auf der rechten Seite ist der Zoll. Dort eine Zollerklärung pro Person ausfüllen und sich selbst in ein Buch eintragen. In der Zwischenzeit wird das Carnet gestempelt. Keine weitere Kontrolle. Dauer: 20 Minuten, Kosten: keine



Unterwegs im Land

 
In einem Reiseführer über Indien steht „ ...man liebt es oder man hasst es ...“. Diese Aussage trifft den Nagel auf den Kopf. Indien lässt niemanden kalt. Egal wie die persönliche Meinung zu diesem Land ist, man mu0 es mindestens einmal mit den eigenen fünf Sinnen erlebt und erfahren haben.

Der erste Eindruck: Man ist niemals alleine. Kein Wunder bei 1,2 Milliarden Einwohnern. Die Bevölkerungsdichte ist enorm hoch. Die Infrastruktur ist nicht auf diese gigantische Anzahl von Menschen ausgelegt. Die Folge davon ist, dass überall Menschen sind, auch wenn man denkt, dass man in einer einsamen Gegend ist. Du glaubst, dass Du einen schönen, ruhigen Platz zum Übernachten gefunden hast.... Fehlanzeige. Innerhalb von wenigen Minuten wirst Du von neugierigen Indern umringt, wobei die Anzahl der Neugierigen zwischen 10 und 100 variieren kann. Es wird ein Respektabstand von knapp einem Meter eingehalten (immerhin) und jede deiner Bewegungen genauestens verfolgt. Wenn man Glück hat lässt das Interesse nach Einbruch der Dunkelheit nach, das ist aber nicht immer so....

Die Suche nach einem ruhigen Übernachtungsplatz ist in Indien somit deutlich schwieriger als in anderen Ländern. Für eine Nacht kann man gut an Tankstellen übernachten. Für längere Aufenthalte haben wir uns auf die Parkplätze von Hotels oder Lodges gestellt. Auch finden sich schöne Plätze an den Stränden im Süden. Aber wie bereits gesagt....man ist nie ganz alleine.

Die Überbevölkerung führt auch dazu, dass der Verkehr vollkommen chaotisch abläuft. Das Problem auf Indiens Straßen ist, dass es kaum Platz gibt und jeder permanent um ein Stückchen freie Fahrbahn kämpfen muss. Sehr intelligent verhält sich die indische Polizei. Sie hält sich aus allem heraus und glänzt durch Abwesenheit. Lediglich in einigen großen Städten haben wir Verkehrspolizisten entdecken können.  

Im Wesentlichen gibt es nur eine Regel im Straßenverkehr. Es herrscht das Gesetz des Stärkeren, d.h. Groß geht vor Klein. Ganz oben in der Hierarchie stehen die großen Busse und LKW's, dann kommen die kleineren Busse und LKW's, danach die PKW's, gefolgt von den Zweirädern (Motorrad, Moped, Fahrrad). Am unteren Ende der Hackordnung findet man die Fußgänger, Fuhrwerke und Tiere (mit Ausnahme der Kühe, denn die stehen über allen). Mit dieser Reihenfolge im Hinterkopf wird nun von allen munter drauflos gefahren und unter intensiven Gebrauch der Hupe Platz auf der Straße eingefordert. Gehupt wird bei jeder Gelegenheit, beim Anfahren und beim Halten, beim Abbiegen, Überholen oder schlicht zum Grüßen. Es herrscht ein ohrenbetäubender Krach, deshalb …. unbedingt ein äußerst lautstarke Hupe im Fahrzeug einbauen und diese auch kräftig benutzen.

Das G
ute am indischen Verkehr ist, dass die Geschwindigkeiten sehr niedrig sind. Zum einen liegt das am Verkehrsaufkommen und zum anderen am teilweise desolaten Zustand der Fahrbahnen. Es ist unerheblich ob man auf einer großen Überlandstraße oder auf einer der eher kleineren Straßen unterwegs ist, ohne Vorwarnung treten plötzlich Schlaglöcher auf, deren Durchmesser und Tiefe eher an Granattrichter erinnern. Ein eben noch autobahnmäßig ausgebauter „National Highway“ mutiert zum Feldweg. Eine brauchbare Überlandstraße scheint plötzlich zu verschwinden und sich in einen Maultierpfad zu verwandeln. Dies führt dazu, dass die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit in Indien oft nur bei etwa 30 Km/h liegt und somit 300 Kilometer schon eine ordentliche Tagesetappe sind.

Kein Problem ist die Treibstoffversorgung. Die Kosten für Diesel liegen bei etwa 0,70€/l und Diesel ist an jeder Tankstelle zu bekommen.

Sehr gewöhnungsbedürftig ist die hygienische Situation mit der man in Indien konfrontiert wird. Indien ist ein schmutziges Land. Müll- und Abfallhaufen liegen wahllos verteilt in der Gegend herum und werden von Bettlern sowie Hunden, Schweinen und Ratten nach brauchbarem durchwühlt. Am Straßenrand wird von Kindern das kleine oder auch große Geschäft in aller Öffentlichkeit verrichtet. Wir sind angesichts dieser Zustände jedenfalls froh, dass wir uns das maximal mögliche Impfprogramm gegönnt haben.

Nicht ganz unproblematisch ist es frisches, sauberes Trinkwasser zu finden. Wir haben unsere Vorräte immer in Hotels - mit gefiltertem Wasser – aufgefüllt. Ansonsten ist es kein Problem Nahrungsmittel einzukaufen. Die Preise sind niedrig, jedoch muss man eine Menge Zeit beim Einkauf mitbringen. Supermärkte sind selten und daher muß man immer viele kleine Geschäfte besuchen um die Einkaufsliste abzuarbeiten.  

Unser Zwischenfazit: Indien ist äußerst interessant und höchst anstrengend. Nach einigen Wochen im Land ist man wirklich urlaubsreif. Jeder Tag, jeder Ort, jede Kurve auf der Landstraße sind für eine Überraschung gut. In Indien wird es garantiert nicht langweilig.

Fotosammlung
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