<br /> - Mit dem Ogermobil auf Tour

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Länder
Aufenthalt

22.01.2020 - xx.xx.2020

Fahrstrecke

bisher
5.086 Km

Fahrtkosten

Diesel:  ~0,68 €/L

Indonesien

Vor der Reise
Grundsätzlich kann die Einreise nach Indonesien visafrei erfolgen. Dabei ist der Aufenthalt im Land dann aber auf 30 Tage limitiert. Da wir etwa 3 Monate in Indonesien bleiben wollen haben wir uns das "VISIT VISA" Typ 211A besorgt. Das Visa berechtigt zu 60 Tagen Aufenthalt und kann bis zu viermal um 30 Tage verlängert werden.
Die Verlängerung des Visa in Indonesien ist ein bürokratischer Akt, dauert drei Tage und kostet jedesmal 500.000 IDR (~ 35 €). Die Erteilung des Visa erfolgt in Deutschland beim zuständigen Konsulat. Neben dem Visaantrag und dem Pass soll noch ein Rückflugticket beigelegt werden. Da wir mit dem Ogermobil fahren, haben wir anstatt des Rückflugtickets ein Anschreiben mit Erklärung der Reiseroute dem Antrag beigelegt. Die Kosten des Visa betragen 50 €. Es dauert ca. 2 Wochen bis der Pass mit dem Visa zurück kommt. Für das Auto ist ein Carnet de Passage und die Internationale Zulassung erforderlich.


Einreise
Flughafen Denpasar (Bali)
Völlig problemlos. Am Immigrationschalter das Visit-Visa vorgezeigt. Es wurden - wieder einmal - Fingerabdrücke genommen. Dann wurde der Einreisestempel in den Pass gedrückt.
Der Zoll hat sich nicht für uns interessiert. Lediglich die ausgefüllte Zollerklärung abgeben und dann durchgehen.
Dauer : 30 Minuten (Wartezeit beim Zoll)  Kosten: keine

Hafen Jakarta (Ogermobil)
Die detaillierte Beschreibung der Einfuhrformalitäten für das Ogermobil findet ihr HIER

Ausreise




Unterwegs im Land

Indonesien kann nicht einheitlich betrachtet werden. Auf jeder Insel sind die Bedingungen für Reisende, insbesondere die Verkehrsituation, unterschiedlich.

Die Gemeinsamkeiten der Inseln sind schnell aufgezählt. Bisher sind uns die Leute mit einer ausgesprochen großen Freundlichkeit und Neugierde begegnet. (Abstriche in den Touristenzentren auf Bali). Leider sind die Indonesier jedoch ausgesprochen hilflos, wenn es darum geht Lösungen für Probleme zu finden, die nicht alltäglich sind. Wir versuchen seit zwei Wochen die Gasflaschen auffüllen zu lassen. Erfolglos. Die Antworten auf unsere Fragen sind eintönig. „I don't know – I'm sorry,Sir“

Der Dieselpreis scheint festgesetzt zu sein.
Diesel „Pertamina Dex“ kostet einheitlich 10.200 IDR (etwa 0,68 €), ist jedoch nicht an allen Tankstellen erhältlich. Der einfachere Diesel „Solar“ kostet exakt die Hälfte. Wir haben beide Sorten getankt und keine Unterschiede im Fahrverhalten feststellen können.

Die Mobilfunkabdeckung ist gut (LTE). Die SIM-Karte mit  10 GB Datenvolumen und freien lokalen Telefonaten kostet knapp 10 € für einen Monat. Es gibt mindestens vier Anbieter. Die anscheinend beste Netzabdeckung auf den von uns besuchten Inseln bietet Telkomsel.


Die Lebensmittelversorgung ist – auch in den Städten – eher unterdurchschnittlich. Auf lokalen Märkten gibt es zwar
frisches Obst und Gemüse. Es ist jedoch teilweise schwierig Zwiebeln und Kartoffeln zu bekommen. In kleinen Supermärkten (Indomaret, Alfamart etc) gibt es Toastbrot, Wasser und jede Menge Snacks. Käse, Wurst und Fleisch haben wir bisher nur auf Bali und Jakarta (extrem teuer) gefunden. Frisches Brot (Baquette) nur in den Touristenzentren.

Sehr erfreulich ist die Übernachtungssituation. Bisher haben wir immer leicht einen ordentlichen Übernachtungsplatz gefunden. Hier sind die Indonesier sehr unkompliziert und unaufdringlich.

Der Verkehr in Indonesien ist ein besonderes Kapitel und Regional äußerst unterschiedlich

Java

Im Großraum Jakarta sind die Straßen extrem voll. Wir standen praktisch nur im Stau. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei etwa 15 Km/h (Überland). Wahnsinnig viele Mopeds. Die Straßen sind gut ausgebaut. Viel Polizei, die uns jedoch nicht beachtet hat.

Weiter östlich ist die Situation besser. Es wird wenigstens wieder gefahren, statt gestanden. Straßen deutlich enger. Keine Polizei.
Wenn irgend möglich haben wir die gebührenpflichtige Autobahn genommen. Die Autobahn ist nur sehr wenig befahren und und sehr gutem Zustand. Wir sind sehr gut vorangekommen. Kosten etwa 0,06 €/KM.

Bali

Die Insel leidet unter dem Verkehrsinfarkt. Um Denparsar sind die Straßen so verstopft wie in Jakarta. Viel Polizei, die sich sehr für Touristen zu interessieren scheint. Zweimal wollten uns Polzisten anhalten. Wir haben sie jedoch ignoriert, sind weitergefahren und haben ihnen damit wohl ein kleines Nebeneinkommen vorenthalten.
Außerhalb von Denparsar ist die Küstenstraße relativ eng und stark mit – teilweise – sehr langsam fahrenden LKW's verstopft. Die Reisegeschwindigkeit liegt wieder um 20-30 Km/h Stunde, da Überholen schwierig und der nächste langsame LKW nicht weit weg ist.

Lombok

Im Vergleich zu Bali ist alles eine Nummer kleiner. Anzahl Autos und LKW's, Mopeds und Straßenbreite. Es geht auf den Straßen deutlich ruhiger zu.  Die Qualität der Strassen ist weiterhin in Ordnung. Die Reisegeschwindigkeit ist wesentlich höher als auf Bali. Polizei hat sich nicht blicken lassen.

Sumbawa

Nochmals weniger Verkehr als auf Lombok. Im Westen von Sumbawa ist die Hauptstraße ein echtes Erlebnis für uns. Breit, eben, ohne Schlaglöcher und gut trassiert. Außer auf der Autobahn auf Java sind wir bisher nirgends so schnell und leicht vorangekommen. In Sumbawa ist Auto
fahren die pure Erholung.

Flores

In Labuan Bajo (Anlegestelle der Fähre aus Sumbawa) herrscht viel Verkehr auf den staubigen und nicht sonderlich guten Straßen. Außerhalb des Ortes nimmt der Verkehr schlagartig ab und tendiert gegen Null. Die Straßen auf Java sind jedoch steil, eng und sehr kurvig, so dass es – auch ohne viel Verkehr – nur sehr langsam (selten höher als 4. Gang) vorangeht. Der Transflores Highway ist in überwiegend gutem Zustand. Die Nebenstrecken eher nicht.

Sulawesi

Wieder mehr Verkehr als auf Flores. Die Straßenqualität, auch des Transsulawesi Highways ist sehr unterschiedlich. Im Inselinneren sehr enge und teilweise sehr schlechte Straßen. Insgesamt geht es wieder sehr langsam voran.


Insgesamt ist Indonesien ein – in unseren Augen – angenehm zu bereisendes Land. Die Leute sind freundlich, die Landschaft teilweise atemberaubend.

Übernachtungsplätze
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