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Aufenthalt

09.06.2013 - 08.07.2013

Fahrstrecke

5.338 Km

Dieselkosten

Diesel:  0,06-0,08 €/l

Iran

Vor der Reise
Vom Iran hört man in den Medien nur Schlechtes und von Reisenden, die das Land besucht haben, nur Gutes. Bei so widersprüchlichen Informationen bleibt uns gar nichts anderes übrig, als in den Iran zu reisen. Wir wollen uns unser eigenes Bild machen. Für den Iran benötigt man ein Visum und ein Carnet de Passages. Das Visum darf bei der Einreise nicht älter als drei Monate sein. Für uns bedeutet das, dass wir das Visum erst kurz vor der Abfahrt beantragen können. Sehr teuer ist das Carnet de Passages neben den Gebühren von etwa 200 € ist auch noch eine Kaution in Höhe von 2/3 des Fahrzeugwertes zu hinterlegen. Nach insgesamt gut drei Wochen Wartezeit haben wir unser Visum für den Iran am Ostersamstag erhalten. Wir haben keine Registrierungsnummer benötigt und die Kosten von 50 € liegen auch im Rahmen. Bis auf die relativ lange Bearbeitungsdauer ist es ziemlich einfach gewesen. Benötigte Dokumente: Visaantrag, Reisepass, 1 Passbild und der Einzahlungsbeleg über die Gebühren.

Einreise

von Aserbaidschan

Grenzübergang Astara. Sehr penetrant drängen sich "Guides" auf. Auch mehrmaliges wegschicken der "Guides" hilft nicht. Sie versuchen es immer wieder.
Nach Überquerung der Grenzbrücke am 1. Schalter melden. Pass - und Visumkontrolle. Nach einigen Fragen zum Wohin und woher werden die Pässe abgestempelt.
Weiter zum 2. Schalter. Der Beamte trägt den Pass in eine Liste ein und gibt uns einen kleinen Zettel, den wir später aber nicht mehr brauchen.
3. Schalter. Der Beamte verlangt das Carnet und den Pass. Wir denken, dass ist der Zoll.Falsch, der Schalter ist vom Departement of Road and Transportation . Nachdem er eine Weile auf dem Computer herumhackt verlangt er 719 Euro für Diesel und Straßenbenutzung. Wir weigern uns zu bezahlen. Nach einer Weile gibt er das Carnet zurück, behält aber den Pass. Wir gehen mit dem Carnet zum Zoll. Oberflächliche Kontrolle des Innenraums. Dann weiter zum Transitbüro. Dort wird das Carnet abgestempelt, eine Kopie der abgestempelten Seite gemacht und an die Kopie ein kleiner weißer Zettel geheftet. Dieser zettel wird gestempelt und unterschrieben. Wir könnten jetzt fahren, falls wir den Pass hätten.
Zurück zum Departement of Road and Transportation
. Weitere Diskussionen. Nach 5 Stunden Aufenthalt will der Beamte noch 190 Euro anstatt 719 Euro. Nur für Straßenbenutzung. Wir könnten auch auf seinen Chef warten. Der kommt Morgen ...vielleicht.
Am Ende zahlen wir 190 Euro, bekommen eine "Transporterlaubnis" und nach insgesamt 6 Stunden bekommen wir auch  den Pass zurück.
An der Ausfahrt geben wir die Kopie vom Carnet mit dem weißen Zettel ab, Das Auto wird nochmal in ein Buch eingetragen und wir können endlich fahren.
Fazit: Wir glauben, daß der Grenzübergang eher auf LKW's eingerichtet ist. Beim nächsten Mal würden wir den Schalter Departement of Road and Transportation
einfach überspringen und direkt zum Zoll gehen. nach der Transporterlaubnis hat bisher kein Menasch gefragt.


Ausreise
nach Turkmenistan

Grenzübergang Sarakhs. Der Grenzübergang befindet sich am Ortseingang auf der rechten Seite. Es gibt zwar keine Beschilderung, an den wartenden LKW's ist die Einfahrt jedoch leicht zu erkennen.
Nach passieren des Tores das Auto abstellen und im Torgebäude den weißen Laufzettel ausstellen lassen. Dann den Laufzettel vom Polizeibeamten im Torgebäude abzeichnen lassen. Danach vorfahren zum nächsten Gebäude „Commercial Hall".
Im Gebäude auf der linken Seite ist der Zoll. An einem der vielen Schalter einen Beamten suchen. Mit dem Beamten zum Auto gehen. Der Beamte überprüft die Fahrgestellnummer, zeichnet den Laufzettel ab und schreibt das Ergebnis der Überprüfung ins Carnet. Anschließend weiter zum nächsten Gebäude, die „Passenger Hall".
Hier wird das Carnet abgestempelt und es erfolgt die Passkontrolle. Die Ausschilderung ist erfreulicher weise in Englisch. Wir sind geradewegs zur „VIP Lounge" gegangen. Der Beamte dort hat sich um alles gekümmert und anschließend noch eine oberflächliche Inspektion des Autos durchgeführt. Der Laufzettel wird hier nicht abgezeichnet. Mit dem abgestempelten Laufzettel zur Ausfahrt neben der „Passenger Hall" fahren.
Der Laufzettel wird kontrolliert. Wir mussten nochmal zum LKW-Parkplatz zurück laufen und uns an der Ausfahrt des Parkplatzes einen weiteren Stempel für den Laufzettel abholen (Carnet mitnehmen). Wieder zurück zum Auto. Der Laufzettel wird erneut kontrolliert und einbehalten. Damit ist die Fahrt zur Grenzbrücke frei...fast. Kurz vor der Grenzbrücke überprüft ein Soldat nochmals die Pässe. Dauer der Prozedur: 90 Minuten. Kosten: keine


Unterwegs im Land


Das Schwierigste ist es ins Land zu kommen. Ist man erst einmal im Land, ist die weitere Reise zwar nicht entspannend, aber äußerst angenehm.
Grundsätzlich lassen sich alle Probleme mit Hilfe eines Iraners leicht lösen, wobei die Probleme sich eher auf alltägliche Fragen beschränken.
Iran ist – nach unserer Einschätzung – ein sehr sicheres Reiseland. Wenn man die üblichen Vorsichtsmaßnahmen beachtet muss man keine Angst um sein Hab und Gut haben.
Die Bevölkerung ist äußerst hilfsbereit. Belästigungen kommen nicht vor (siehe Blog: Iran - Begegnungen).

Das Fahren im Iran ist – auf Überlandstraßen – einfach. Die Straßen sind gut ausgebaut und in einem – überwiegend – guten Zustand. Man kommt gut voran. Sehr gewöhnungsbedürftig ist der Verkehr in den Großstädten (siehe Blog: Iran – Verkehr).
Es gibt – gerade im Umkreis der Großstädte – viele Radarkontrollen und zusätzlich die stationären Kontrollstellen der Polizei. Im Allgemeinen wird man nicht angehalten. Falls doch, ist das kein Problem, da die Polizei nicht auf (illegales) abkassieren von Touristen aus ist.
Der Dieselpreis beträgt 3.500 IRR, was zur Zeit etwa 0,07 € entspricht. Auch ohne Dieselkarte bekommt man problemlos Diesel  - an den Tankstellen die Diesel haben.

Der Umtausch von US – Dollar oder Euro in Wechselstuben oder auf der Straße ist ebenfalls einfach und schnell. Sehr stark schwankend ist jedoch der Wechselkurs. Aufgrund des Wahlergebnisses der Präsidentschaftswahl hat er sich während unseres Aufenthaltes um fast 20 % verschlechtert. Während wir anfangs noch 48.000 IRR für einen Euro bekamen, waren es später nur noch 40.000 IRR. Weitere starke Schwankungen nicht ausgeschlossen.

Die Lebenshaltungskosten sind extrem niedrig. Dies gilt sowohl für den Einkauf im Basar oder Supermarkt, als auch für den Besuch eines Restaurants. Ein Abendessen  für 2 Personen kostet dort etwa 5-8- €. In den Geschäften sind alle Waren auf Preisschildern ausgezeichnet und die Verkäufer versuchen auch nicht einen höheren Preis zu erzielen.

Überaus einfach ist es einen Platz zum Übernachten zu finden (Siehe Blog: Iran – Tourismus). Es ist üblich – und nach unserer Erfahrung auch ungefährlich - sich einfach irgendwo niederzulassen und seine Campingutensilien auszupacken.

Sehr einfach und billig ist der Kauf einer Perpaid SIM Karte. Wir haben lediglich eine Kopie des Reisepasses benötigt. Die Karte kostet 100.000 IRR und das Freischalten 20.000 IRR. Wir haben die Karte dann mit 100.000 IRR Guthaben geladen. Der Betrag hat für unseren gesamten Aufenthalt ausgereicht.

Übernachtungsplätze
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Routen und Übernachtungsplätze
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