<br /> - Mit dem Ogermobil auf Tour

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Aufenthalt

15.08.2013 - 09.09.2013

Fahrstrecke

4.452 Km

Dieselkosten

Diesel:  6,7 - 9,7 CNY/l
  etwa 0,82 - 1,18 €/l

China ( Tibet )

Vor der Reise
Eine Fahrt durch China ist aufwendig in der Organosation und teuer in der Durchführung. Das Visum kann erst nach Beauftragung eines Reisebüros zur Organisation der Fahrt durch China und Tibet beantragt werden. Dieses Reisebüro wird zur Zeit ausgewählt, was nicht ganz einfach ist, da die Preisvorstellungen der verschiedenen Büros doch sehr weit auseinander liegen. Zudem unterscheidet sich auch der Leistungsumfang erheblich.  In der Zwischenzeit haben wir uns für einen chinesischen Veranstalter entschieden. Wir haben die Agentur Greatway Tours  (www.tibetreisen.com) beauftragt. Der Geschäftsführer (Hr. Dong) spricht deutsch und hat sich sehr darum gekümmert unsere Wünsche zu erfüllen.


Die Auskünfte über die bestehenden Bestimmungen in China sind teilweise absolut gegensätzlich. Die Gültigkeit des Visums beträgt 3 Monate, d.h. die Einreise muß innerhalb von 3 Monaten erfolgen. Unsere Einreise nach China ist für Mitte August vorgesehen. Daraus folgt, dass das Visum nicht vor Mitte Mai ausgestellt werden darf.  ... So wurde uns der Ablauf der Visabesorgung von verschiedenen Seiten beschrieben.


Es ist aber wieder einmal anders gekommen als erwartet. Mit Hilfe des Einladungsschreibens unseres chinesischen Reisebüros, des Visadienstes VES aus Frankfurt und eines selbstverfassten Reiseplans haben wir jetzt unsere Visas erhalten und die Gültigkeit der Visas betrögt nun 6 Monate anstatt 3 Monate. Einziger Wehrmutstropfen sind die Kosten. Ein Visa kostet etwa 170 €.

Neben den bürokratischen Hindernissen wartet noch eine weitere Herausforderung auf das Ogermobil uns. Bereits nach wenigen Tage in China verläuft die Strecke in Höhenlagen um 5000 MüNN.

Einreise

Grenzübergang Torogout Pass

Der Grenzübertritt erfolgt in mehreren Stufen. Auf der Passhöhe ist der chinesische Grenzzaun. Dort muß man warten bis der Guide von der Agentur am Grenzzaun ankommt. Danach kann unter Begleitung durch den Guide weiter gefahren werden. Nach etwa 4 Kilometern erfolgt an einem Checkpoint die Kontrolle der Visa und eine Inspektion des Fahrzeuginneren.
Nach erfolgter Inspektion ist die Fahrt frei....für 100 Kilometer. Hier wartet die eigentliche Grenzkontrolle. Zuerst wird das Fahrzeug zu Desinfektionszwecken abgespritzt. Dann vorfahren bis zum Abfertigungsgebäude. Hier werden die Visa kontrolliert und es erfolgt die Passkontrolle. Die Zollkontrolle wird ebenfalls durchgeführt. Den Ablauf und das Ausfüllen der notwendigen Papiere wird vom Guide erledigt. Man wartet lediglich. Die Zollkontrolle war in unserem Fall sehr oberflächlich. Normalerweise muß jedes Gepäckstück durch einen Scanner geschoben werden. Wir haben den Zöllnern jedoch erklären lassen, dass wir keine GEPÄCKSTÜCKE haben, wurde auf diese Maßnahme verzichtet. Es wurde die Fahrgestellnummer kontrolliert und der Zöllner fragte ob wir ein Sat-Telefon haben. Nachdem wir die Frage ordnungsgemäß (aber wahrheitswidrig) mit "NEIN" beantwortet haben, war die Kontrolle benedet. Kein Blick in den Innenraum. Dauer: 1 Stunde, Kosten: sind im Reisepreiß, der an die Agentur bezahlt wurde enthalten.

Damit konnten wir bis nach Kaschgar fahren. Die letzte Stufe der Einreiseprozedur findet am nächsten Tag statt. Wir sind etwa 35 Kilometer zur "Technischen Prüfstelle" gefahren. Dort wird das Auto einer technischen Inspektion unterzogen. Zunächst werden Reflektionsfolien seitlich und hinten am Aufbau angebracht, danach abermals die Fahrgestellnummer kontrolliert und schließlich das Auto von einem Inspektor auf eine Prüfbahn gefahren. Er probiert die Hupe und das Licht, macht einige Fotos von sich selbst am Steuer des Ogermobils und unterschreibt den Prüfbericht. Rückfahrt nach Kaschgar. Dort bekommen wir dann chinesischen Führerschein und chinesische Nummernschilder ausgehändigt.


Ausreise

Grenzübergang Zhangmu

Der chinesische Grenzort Zhangmu entpuppt sich als dreckiges Nest. Der Ort klebt am Steilhang und ist von der Durchgangsstraße durchzogen. Die Straße – gerade so breit, dass zwei Fahrzeuge aneinander vorbei passen ist einseitig komplett mit LKW'S zu geparkt. Es ist ratsam am Vorabend der Ausreise in Zhangmu anzukommen, da es durchaus mehrere Stunden dauern kann vom Ort bis zur Grenze zu kommen.
Unmittelbar am Ortsende ist der erste Kontrollposten des Zolls. Hier werden die Fahrzeugdaten überprüft. Bis zur eigentlichen Grenze an der Friendship-Brücke sind es noch 8 Kilometer. Auf halber Strecke der nächste Kontrollposten. Polizei – Passkontrolle. Unten - an der Brücke angekommen – der letzte Posten. Passieren kann man nur wenn der Guide alle erforderlichen Genehmigungen besorgt hat. Bei uns betrug die Wartezeit 7 Stunden. Dann zunächst Passkontrolle. Wir müssen beide ins Gebäude, ein Ausreise Formular ausfüllen und am Schalter abstempeln lassen. Jetzt noch die Zollkontrolle.Wieder einmal stürmen 3 Mann das Auto. Die einzige Frage : „ Habt Ihr Bücher dabei?“ Wir verneinen und die Grenzer geben sich damit zufrieden. Nun ist die fahrt endlich frei. Dauer: 7 Stunden, Kosten: keine

Unterwegs im Land


Da man ohne Guide nicht unterwegs sein kann, ist alles relativ einfach. Wenn man etwas benötigt, sagt man es dem Guide. Er wird sich kümmern.

Die Versorgung mit Bargeld ist einfach, solange man in einer „richtigen“ Stadt wie Kaschgar oder Lhasa ist. Dort gibt es ausreichend – funktionierende – Geldautomaten. Auf dem Land gibt es keine Möglichkeiten an Bargeld zu kommen.

Die Versorgung mit Diesel ist ebenfalls einfach. Es gibt ausreichend Tankstellen – auch in entlegenen Gegenden. Der Preis liegt zwischen 6,7 – 9,8 CNY (0,94 – 1,12 €). Lebensmittel gibt es ebenfalls überall zu kaufen, jedoch ist die Vielfalt des Angebotes begrenzt. Die tibetische Küche ist schon etwas karg.

Das Angebot an „Hotels“ und Gasthäusern ist groß, die Qualität schwankt jedoch stark und ist zum Teil unterirdisch.

Etwas schwierig ist es Plätze zum campen zu finden. In den Städten ist es teilweise verboten, teilweise gibt es schlicht keinen schönen Platz. So mußten wir oft auf Hotelparkplätzen übernachten...

Außerhalb der Städte findet man eher einen geeigneten Stellplatz in der Natur.

Die Qualität der Straßen ist gut bis sehr gut. Lediglich die Piste zum Everest Base Camp ist in einem ausgesprochen schlechten Zustand. Die Qualitäten der chinesischen Autofahrer sind – zu einem großen Teil – noch stark ausbaufähig.  Es wird mit viel Hupe und Gas und wenig Hirn gefahren. Da die Verkehrsdichte jedoch gering ist (in Tibet) war das kein Problem.

Die Polizei ist – außerhalb der vielen festen Kontrollstellen – nicht präsent und außer in Lhasa haben wir auch keine mobilen Geschwindigkeitskontrollen gesehen. In den Städten gibt es einige stationäre Radaranlagen, die auch dauernd blitzen, was jedoch für Ausländer kein Problem darstellen soll, da die Anlagen nur den Verkehr zählen und falls nicht, wir wieder ausgereist sind,bevor der Film ausgewertet ist …

Ausgesprochen störend sind die vielen Checkpoint. (siehe Blog...). Es ist schon extrem lästig wenn auf den 100 Kilometern zum Everest Base Camp fünfmal die Eintrittskarten und Pässe von aufgeblasenen Polizisten kontrolliert werden.
Zu guter Letzt. Die Bevölkerung. So groß wie das Land, so unterschiedlich die Bevölkerung. Näheres siehe im Blog …..

Fazit: Das Reisen in China ist auf der einen Seite extrem einfach, da einem alles abgenommen wird und auf der anderen Seite extrem eingeschränkt, da der Polizeistaat China alles kontrollieren möchte und eine der meist gebrauchten Vokabeln „nicht erlaubt“ ist. Wenn man diese Einschränkungen – vorübergehend – ertragen kann, findet man in Tibet eine grandiose Natur und Bergwelt vor.

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